Die Leuchttürme

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Die Leuchttürme

Licht an, Licht aus, Licht an, Licht aus. Stundenlang, in der Nacht. Das ist das Betriebssystem, nach dem ein Leuchtturm funktioniert, oder, präziser gesagt: ein Leuchtfeuer. Unten am Meer, in Strandhusen im Osten, steht so ein Wasser-Zeichen ebenso wie oben an der Steilküste im Westen. Beide sind - wie jeder andere Turm entlang der Küste Originale mit origineller Geschichte. Der Leitfeuer-Turm Strandhusen zum Beispiel mit seiner ferngesteuerten Gürtellinsen-Optik, gut 16 Meter hoch, ist seit 1938 bereits die dritte Anlage ihrer Art, nach der Positionslaterne an einem alten Fischerhaus aus dem Jahre 1885 und dem runden, aber witterungsunbeständigen Turm von 1907. Sie sendet heute Signale an die Schifffahrt in Weiß, Rot und Grün, die 13, zehn und neun Seemeilen weit tragen.

Gemessen daran wirkt der Leuchtturm oberhalb der Steilküste auf die Seh-Leute wie ein Bruder Gernegroß: Rank und schlank steht er seit 1986 auf der Steilküste herum und zeigt mittels 400 Watt starker Halogenmetalldampflampen aus 27 Meter Höhe durch Warnfeuer in Rot und Gelb an, wenn auf den nahe gelegenen Truppenübungsplätzen Putlos und Todendorf scharf geschossen wird. Und so etwas mitten im Frieden? Da prickelt es dann schon ein bisschen heftiger unter der Gänsehaut.