Die Stadtkirche

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Die Stadtkirche

Schon mal direkt am Portal der Stadtkirche gen Himmel geschaut? Unbedingt wiederholen oder nachholen, denn genau an dieser Stelle zeigt sich die Kirche von ihrer freundlichen Seite - es scheint fast so, als böte das Gotteshaus aufmerksamen Betrachtern froher Botschaft tatsächlich ein Gesicht.

Ruhesuchende finden durch die Sakristei, den Seiteneingang, in das kühle Allerheiligste des treppengiebligen Backstein-Bauwerks und entdecken Staunenswertes: Grabplatten, die in der Vorhalle als Fliesen in den Fußboden eingelassen wurden. Schiffsmodelle, die im Chor von der Decke baumeln. Großartige Standfiguren vor dem Altarraum. Abgesehen davon ist, wieder draußen vor der Tür, ein Besuch auf dem Kirchberg immer ein Gewinn für die Fantasie: Exakt dort, wo die ausgetretenen Treppenstufen neben dem Alten Salzspeicher heute den Weg nach oben weisen, sei früher mal der Hafenrand gewesen, heißt es in alten Chroniken. Wie auch immer, von hier aus geht der Blick jedenfalls noch einmal in die Höhe, hinauf zu dem rundlichen Dachreiter am Bug des Hauptschiffes. Und diese kleine Meister-Leistung hat, Gott zum Gruße, die hiesige Handwerkerschaft getreu dem früheren, verwitterten Vorbild einfach nachgebaut.