Der Stadtpark

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Der Stadtpark

Schwäne füttern unter der alten Trauerweide im späten Frühling. Lampionfeste inklusive Kurkonzert entlang verschlungener Wege zur Sommerzeit. Bucheckern sammeln im südlichen Abschnitt hinter der Brücke, die über den „Jordan“ geht, im Herbst. Schlittschuhlaufen auch noch auf dünnstem Eis vor dem abseitigen Kriegerdenkmal im tiefen Winter: Alteingesessene mögen sich daran heute noch gut und gern erinnern; es ist ja auch erst etwas mehr als ein halbes Jahrhundert her. Heute künden für Romantiker vielleicht noch die Lauritzhöhe mit dem weißen Gitter, der spärlich sprudelnde Springbrunnen und das reetgedeckte Schwanenhäuschen von der Idylle aus verlorener Zeit.

Immerhin aber arbeitet die Stadt heimlich, still und leise daran, die grüne Lunge der Stadt für die Zukunft wieder ein wenig aufzuhübschen - gleich hinter dem überholten Gedenkstein, der immer noch an „unvergessene“ reichsdeutsche Ostprovinzen wie Berlin, Bandenburg, MeckPomm, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erinnern soll. Und ja, wenn wir schon mal bei den Kritikern sind, bitte im Park einmal ganz genau hin- und weghören: Krähen sind Singvögel, da kann man nichts machen.